Unvollständige Chronik von Naziaktivitäten und Gegenaktionen in Reinickendorf.

Ende August – Nazischmierereien entdeckt am U Bahnhof Paracelsusbad

04.04.2014 – Hakenkreuze gesprüht

1. Gegen 17 Uhr wurden an einem Gebäude eines Energieversorgers an der Ruppiner Chaussee Ecke Ziegenorter Pfad Schmierereien festgestellt. Unbekannte hatten unter anderem Hakenkreuze an den Wänden angebracht.
2. Eine Mitarbeiterin einer Tankstelle alarmierte gegen 19.35 Uhr die Polizei zur Ruppiner Chaussee Ecke Am Dachsbau, da sie mehrere Hakenkreuze auf dem Gehweg entdeckt hatte.

11.05.2013 – Rassistischer Angriff

In Waidmannslust wurde ein 54-jähriger, aus Sri Lanka stammender Mann rassistisch beleidigt. Kurz nach 13 Uhr griff ihn am S-Bahnhof Waidmannslust eine Frau verbal an. Daraufhin hetzte sie ihren Hund auf den Mann, der sich unverletzt in Sicherheit bringen konnte. Die Täterin floh mit dem Tier in eine S-Bahn richtung Wannsee. Wer Informationen zu dem Vorfall oder der Täterin hat, kann sich wie immer bei uns melden.

09.12.2012 – Rassistischer Übergriff

Ein 40 bis 50-jähriger Autofahrer hat am 9.12.2012 einen 30-Jährigen angegriffen. Um etwa 14:30 bedrängte der Fahrer ihn und seine Kinder zuerst mit seinem Auto (grauer Audi), anschließend stieg er aus und beleidigte den Mann rassistisch. Daraufhin stieß er den Mann gegen den Oberkörper und schlug ihn mit der Faust, was der angegriffene jedoch abwehren konnte. Der Täter floh mit dem grauen Audi vom Tatort.
Falls ihr etwas auffälliges bemerkt habt oder Angaben zum Auto oder Fahrer machen könnt, meldet euch bei uns!

31.11.2012 – Rassistischer Angriff auf Wohnung

Die Wohnung eines aus Ghana stammenden Mieters in Reinickendorf wurde vermutlich von Nazis angegriffen. Sein Türschloss hatte er gestern Abend verklebt vorgefunden. Zudem waren an die Haustür fremdenfeindliche Plakate geklebt worden.
Wenn du irgendetwas gesehen hast oder genauere Hinweise auf die Täter_innen hast, melde dich bei uns!

09.10.2012 – Parteibüro der Linken beworfen

Unbekannte beschädigten in der vergangenen Nacht ein Schaufenster und die Fassade eines Parteibüros in Tegel. Gegen 0 Uhr 40 stellten Beamte des Polizeiabschnitts 11 ein, durch Steinwürfe beschädigtes Fenster, Farbanhaftungen an der Fassade des Büros in der Schloßstraße sowie Reste von Glasbehältern fest. Ein offenbar auf den Gehweg gesprühter Schriftzug wurde unkenntlich gemacht. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

Hier die Erklärung des Bezirksvorstands der LINKEN Reinickendorf zum wiederholten Anschlag auf den Roten Laden

06.09.2012 Hand zum Hitlergruß erhoben

Beamte der Bundespolizei haben gestern Vormittag einen Mann auf dem Flughafen Tegel festgenommen, der die rechte Hand zum sogenannten Hitlergruß erhoben hatte. Gegen 10 Uhr 20 beobachteten die Beamten am Terminal C auf dem Flughafen Tegel den 27-jährigen Mann, wie er die rechte Hand hob und seine linke auf die Brust legte. Der 27-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen und nach seiner Personalienfeststellung wieder auf freien Fuß gesetzt. Inwieweit die Handlung einem augenscheinlich orthodoxen Juden galt, der kurz zuvor das Terminal betreten hatte, prüft der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

26.08.2012 Rassistisch beleidigt

Offenbar aus rassistischen Motiven hat ein Unbekannter gestern Abend an der Osloer Ecke Reinickendorfer Straße in Wedding eine 30-jährige deutsche Frau und ihre 35-jährige französische Schwester beleidigt. Die beiden in Guinea geborenen Frauen saßen an einer Straßenbahnhaltestelle. Plötzlich tauchte der Unbekannte auf und schubste mit seinem Rucksack die sechsjährige Tochter der 35-Jährigen vom Sitz. Die 30-Jährige nahm den Rucksack hoch, damit das Kind sich wieder hinsetzen konnte. Darauf packte der Mann die 30-Jährige am Arm und beleidigte beide Frauen bezüglich ihrer Hautfarbe. Als die ältere Schwester sich französisch sprechend einmischte, forderte er sie in beleidigender Weise auf, deutsch zu sprechen. Kurz darauf stiegen alle in die Straßenbahn, ohne dass es zu weiteren Vorfällen kam. Der Unbekannte stieg am S-Bahnhof Bornholmer Straße aus und konnte von der Polizei, die inzwischen von der 30-Jährigen über Handy alarmiert worden war, trotz Absuche nicht mehr gestellt werden. Der Polizeiliche Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen.

20.04.2012 Briefe mit volksverhetzendem Inhalt

Gestern erhielten mehrere Personen in Gesundbrunnen, Moabit und Reinickendorf Schreiben mit volksverhetzendem Inhalt. Die Briefe wurden in Briefkästen in der Swinemünder, Gotenburger, Freienwalder, Ramler- und Wiclefstraße sowie in der Pankower Allee festgestellt. Täterhinweise gibt es bisher nicht. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

26.02.2012 Junge Männer fremdenfeindlich beleidigt

Polizeibeamte haben in der vergangenen Nacht einen Mann vorübergehend festgenommen, der zwei Männer im Märkischen Viertel fremdenfeindlich beleidigt haben soll. Kurz nach 1 Uhr ärgerte sich der 71-Jährige über einen Jugendlichen im Alter von 16-Jahren und seinen 22-jährigen Begleiter, weil sie eine Zigarettenschachtel zu Boden geworfen hatten und mit dieser Fußball spielten. Nachdem er die beiden vergeblich aufgefordert hatte, die Schachtel aufzuheben, soll er sie fremdenfeindlich beleidigt haben. Alarmierte Polizisten überprüften die Personalien des 71-Jährigen und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung ein.

15.02.2012 Volksverhetzung

Gestern Abend zeigte der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde in Tegel gegen 20 Uhr an, dass er am Vormittag einen Brief mit volksverhetzendem Inhalt erhalten habe.
Bereits am Freitagnachmittag war bei dem Vorstand einer Neuköllner Moschee ein Schreiben mit gleichlautendem Inhalt eingegangen. In beiden Fällen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen wegen Volksverhetzung übernommen.